Das perfekte Promi Dinner - Muttertag-Spezial: Stilkritik vom 13.05.2012

Heute haben wir uns mal wieder für eine Stilkritik vom "Perfekten Promi Dinner" entschieden. Zum einen weil es sich um die Muttertag-Spezial Folge handelt und zum anderen weil Mandy Bork dabei ist. Mandy Bork? Ja, ganz genau. Das war die sehr sympathische Dame aus irgendeiner GNTM-Staffel. Des weiteren sind Musiker Hagen Stoll (gerade Null Ahnung wer dies ist), Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht und Ex-DSDS Kandidat Thomas, der Checker, (eigentlich wollen wir uns weigern seinen Beinamen zu schreiben, aber dann weiß ja niemand wer er ist!) dabei. Da es sich um ein Special handelt, ist von jedem "Star" auch die Mutter anwesend. Wir freuen uns auf einen hoffentlich witzigen TV-Abend.
V.l.: Natascha Ochsenknecht, Thomas 'Der Checker' Karaoglan, Hagen Stoll, Mandy Bork, Jimi Blue Ochsenknecht (c) Foto: VOX/Andreas Friese/P185
Gestern habe ich mich spontan doch für den Tatort entschieden und deshalb ist diese Stilkritik keine Live-Kritik. Doch dank Vox NOW kritisiere ich das Muttertags-Spezial des perfekten Promi Dinners einfach einen Tag danach. 

Los geht’s: In Berlin Marzahn bei Hagen beginnt das Promi Dinner. Leider geht es uns so wie dem „Checker“ (soll aber auch die einzige Gemeinsamkeit bleiben), denn wir haben vorerst keine Ahnung wer genau Hagen Stoll ist. Doch Vox leistet Aufklärungsarbeit: Hagen ist der Sänger der Band Haudegen. Wer nun aufgrund seines Äußeren Hardcore-Musik erwartet, der ist auf dem falschen Weg. Stattdessen handelt es sich um extreme Schmalzmusik. Von der ersten Sekunde macht Hagen seiner Mama eine Liebeserklärung nach der anderen. Hach, wie süß. Doch irgendwann wird es leicht nervig. Zu Beginn wird der Einkauf bei seinem Bandkollegen Sven abgeholt. Dieser wohnt leider in einer fast leeren Wohnung, daher gibt es hier nicht viel zu kritisieren!

Nun geht es aber auf zur Mama von Hagen: Edelgard Stoll. Mit dabei ein fetter Blumenstrauß. Etwas komisch ist natürlich, dass viel zu früh zum Muttertag gratuliert wird. Aber da sehen wir locker drüber weg.
Hagen Stoll (c) Foto: VOX/Andreas Friese/P185
Menü von Hagen Stoll mit Edelgard Stoll: 
Vorspeise: Russische Soljanka
Hauptspeise: Roulade an Klößen und Rotkraut
Nachspeise: Käse-Pfirsich-Dessert 





Bei den Aussagen über das Menü beginnt der „Checker“ zum ersten Mal (und leider nicht zum letzten Mal) beim Muttertags-Spezial sein enormes Wissen über eigentlich alles preis zu geben. Dieses Wissen ist schier unendlich. Unendlich dumm. Natürlich werden neben dem Essen auch die Tattoos von Hagen zum Thema. Mandy Bork hat dazu ihre eigene Meinung: sie will sich den ersten selbstgeschriebenen Namen ihres Kindes tätowieren lassen. Mmmhh, hoffentlich überlegt sie sich das noch mal gut. Um zu Hagen zurück zu kommen – er scheint trotz der Tattoos ein ganz lieber zu sein. Hätte ja auch irgendwie verwundert, dass jeder der ein Tattoo trägt gleich böse sein soll. Nun gut. Etwas schade an der Muttertags-Promi Dinner Folge ist jedoch, dass immer (bis auf beim „Checker“) die Wohnungen der Mütter zu sehen sind. Deshalb kann man zum Zuhause von Edelgard Stoll auch nur recht wenig sagen. Es ist halt etwas altbacken eingerichtet. 

Nebenbei mal: Mandy trägt in den Einblendungen ein sehr niedliches Spitzentop (sieht nach H&M aus). Hagen selbst trägt ein scheinbar uraltes Hemd (was irgendwie zu ihm passt), der "Checker" gewohnt prollig angezogen und von dem Ochsenknecht-Spross ist bis jetzt nichts zu sehen. 

Kaum geschrieben, erscheint der Jimi auch schon auf der Bildoberfläche. Dieser kommt soeben vom Dreh und ist hundemüde.  

Die Begrüßung bei den Stolls fällt sehr nett aus. Mandy ist gewohnt süß und besonders stilvoll angezogen (schwarzes Minikleid und High Heels), der „Checker“ wie immer recht prollig und Hagen trägt zum ersten Mal (und leider nicht zum letzten Mal) sein Karohemd. 

In einer Einblende hat der „Checker“ dann auch endlich Einsicht und stellt fest, dass er dumm ist. Hoffentlich der erste Weg zur Besserung. Jimi ist leider immer noch nicht dabei, da er sich erst auf dem Weg zu Hagen befindet. Deshalb beginnt das Dinner ohne ihn. Thomas, der „Checker“, muss zu Beginn beten. Dieser Akt wird später noch heiß von Hagen kommentiert, da er fortan bei keinen anderen Dinner mehr laut betet.

Während alle anderen „Promis“ brav essen, kommt nun auch der kleine Ochsenknecht an. Und dieser hat Manieren, da er sich freundlich beim Taxifahrer bedankt.
Größte Attraktion bei der Hausbesichtigung ist das Klobuch, in dem sich die Gäste verewigen können. Solch eine Gästeattraktion kommt auch noch bei dem Ochsenknechts vor. Nach der Hauptspeise gibt es dann einen Song für die Mama Stoll und dann ist es nach dem Dessert auch schon vorbei. 

Na ja, zuvor leistet sich Thomas noch ein Fail: Upps, der „Checker“ hat den Namen von Hagen vergessen und nennt ihn einfach mal Heudegen. Doppelt peinlich, da die Band ja Haudegen heißt. Neben dieser Schandtat wird auch Mandys Essverhalten kurz erwähnt, da diese unglaublich schnell ist. Zudem verdrückt sie Unmengen. All dies lässt einen neidisch auf ihre wirklich tolle Figur blicken.

Bewertung:  21 von 30 Punkten.

Nun ist Jimi dran. Doch die Tür öffnet seine Mutter. Ach herrje, wie sieht Frau Ochsenknecht eigentlich aus? Lila geflochtene Haare, Smileys auf dem Pulli, Nerd-Brille und Boyfriendjeans. Die Wohnung selbst lässt sich gut ansehen. Im Grund ist alles in der Nicht-Farbe Weiß gehalten und einiges an lila und pinken Kitsch wertet das Ganze auf. Nun geht Frau Ochsenknecht allein einkaufen, da der Sohn noch schläft.
Jimi Blue Ochsenknecht (c) Foto: VOX/Andreas Friese/P185
Menü von Jimi Blue Ochsenknecht mit Natascha Ochsenknecht: 
Vorspeise: Jimis Appetizer (Bruschetta mit Tomate, Rucola, Pinienkernen und Mozzarella)
Hauptspeise: Blue Main-Course (Rinderfilet mit Ofengemüse)
Nachspeise: Ochsenknechts Dessert (Mascarponecrème mit Heidelbeere und Chili-Schokolade)






Bei der Menüvorstellung weiß der „Checker“ leider nicht was Appetizer ist. Es wird immer peinlicher. Doch auch Mandy macht sich nun etwas lächerlich. Es kommt die Frage nach der Herkunft des Namens von Jimi Blue Ochsenknecht auf. Sie weiß leider nicht ob Jimi Hendrix nun ein Musiker war oder Whisky ist. Na gut, dafür sitzt ihr Haar gut! ;-)

Peinlich geht es auch beim Kochen zu, denn Mutter und Sohn tragen fortan seltsame Mützen auf dem Kopf. Doch nun wird jedem klar: die Zwei haben ein echt tolles Mutter-Kind-Verhältnis. Es ist locker und doch respektvoll zwischen Jimi und Natascha. Und genau dies macht sie auch auf einmal so sympathisch.
Jimi Blue Ochsenknecht, Natascha Ochsenknecht (c) Foto: VOX/Andreas Friese/P185
 
Während der Kochvorbereitungen erfahren wir einige mehr oder weniger interessante Dinge über die Familie Ochsenknecht. Zum einen wohnt Jimi eigentlich in München, doch nun zieht er auch nach Berlin zu Mutter, Schwester und Bruder. Zum anderen wird über das heikle Thema Dschunglecamp gesprochen. In der letzten Staffel war dort sein Halbbruder Rocco zu sehen und Jimi redet sehr ehrlich und nett über diese Geschichte. Irgendwie wird er  immer sympathischer. Vor allem als er den Dessert sag und seine Mama ihn korrigiert!
Die Tischdeko ist ziemlich flippig und erinnert an einen Kindergeburtstag. Witzig ist, dass Natascha Ochsenknecht tatsächlich dasselbe Besteck wie ich besitzt!

Vor der Begrüßung schießt sich Natascha Ochsenknecht schon mal auf den „Checker“ ein, doch dann wird es trotzdem sehr herzlich.  

Mandy ist wieder Top angezogen (Minikleid mit Schößchen), Hagen hat das Hemd vom Vorabend an, der „Checker“ ist wieder etwas daneben, Jimi im lässigen, sportlichen Stil und Natascha hat ihre tollen Zöpfe raus und sieht aus als hätte sie ne 3-jährige Friseurin. Thomas, der „Checker“, outet zugleich seine Angst vor Hunden und Mandy eröffnet, dass sie keine Tomaten und Käse mag. Alles weltwichtige Informationen, ohne die wir nur schwer hätten weiter leben können!

Was das Klobuch bei Familie Stoll war, dies ist die Tapete im Flur von Familie Ochsenknecht. Während Hagen Stoll diese stilvoll verziert, verschandelt der „Checker“ die Wand mit einem mäßig witzigen Spruch (wenn Natascha sorgen hat, dann kann sie jederzeit die 110 wählen) und grauenhafter Schrift.

Zum Essen wird dann auch das Geheimnis um den etwas seltsam klingenden Namen Jimi Blue Ochsenknecht gelüftet: den Beinamen Blue hat er erhalten, weil er bei der Geburt die Nabelschnur dreifach um seinen Hals gewickelt hatte und blau angelaufen war. Der Name Jimi lehnt sich tatsächlich an den des Musikers Jimi Hendrix. Außerdem erfahren wir, dass Natascha und Uwe Ochsenknecht einst unter einem Altenheim ihre Hochzeit gefeiert hatten. Na dann. 

Nun wird auch endlich geklärt was der „Checker“ eigentlich so macht. Neben seinem fünften Platz bei DSDS 2010, hat er sich zu einem Schlagersänger rausgemausert. Er bringt demnächst eigenen Schmuck (oh je) und Parfüm (Hilfe!) heraus. Um sein musikalisches Talent unter Beweis zu stellen, singt er Natascha ein Lied vor. Schade, dass einem dies nicht erspart wurde. Zumal er auch kein bisschen Text behalten hat.

Bewertung:  25 von 30 Punkten.

Auf geht’s zu Mandy und Mandys Mama nach Duisburg. Mandy selbst wohnt eigentlich in Frankfurt. Sie begrüßt im YSL-Shirt, schwarzer Hose und weißen Sneakers. Das Zuhause der Modelmama ist etwas altbacken und erinnert an das von Edelgard Stoll. Doch hier gibt es den Kater Toto, der liebevoll Tyrann genannt wird. Mandys Kinderzimmer ist voll mit selbstgebastelten Collagen des Vaters.
Mandy Bork (c) Foto: VOX/Andreas Friese/P185
Menü von Mandy Bork mit Ingrid Bork: 
Vorspeise: Garnelen-Möhren-Suppe
Hauptspeise: Kalbsschnitzel nature mit Limettenbutter und Erbsengemüse auf Kartoffelpüree
Nachspeise: Schokotraum (Quarkkuchen mit Bitterschokolade, Himbeerjus und Vanilleeis)



Schnell wird klar, dass Mady und ihre Mutter ein seltsames Verhältnis pflegen. Eigentlich zicken sich die Zwei ständig an. Und irgendwie verhält sich Mandy wie eine 13 jährige. Früher hat sie ihren Eltern Gutscheine für einmal Liebsein geschenkt. Diese sollte die Mutter mal lieber dringend einlösen. 

Zur Begrüßung der Gäste hat sich Mandy Bork ziemlich genial angezogen. Ein weißes Kleidchen, High Heels und offene Haare. Hagen hat wieder dasselbe Hemd an, Jimi ist wieder sehr sportlich angezogen und der „Checker“ trägt wie Hagen ein Karohemd. Zum wiederholten Male betont Thomas, dass er keinerlei Alkohol trinkt. Kurz darauf outet er seine Angst vor Katzen. 

Außerdem erzählt Mandys Mutter, dass sie früher den Lambi (bekannt aus „Let’s Dance“) trainiert hat. Sie und ihr Mann waren nämlich Profitänzer. Nun geht es aber fröhlich zickend zwischen Mutter und Tochter in der Küche weiter.

Ob es einen interessiert oder nicht, nun wird das Geheimnis um Thomas Katzenangst gelüftet: früher hat ihn eine Katze von einer Mauer aus angesprungen. Aha. Mandys Toto will die Angst nur noch schlimmer machen und tritt ihn anscheinend unter dem Tisch. Aha. Katzen können treten. Wir werden nicht doof sterben. 

Mandy fängt langsam an gewaltig zu nerven. Zum einen durch ihre furchtbare Art mit ihrer Mutter umzugehen. Zum anderen nennt sie alle anderen Leutis. Warum nur?

Um sich fit zu halten hat das Model wohl gerade mit dem Boxen angefangen. Tendenziell scheint die Schönheit wohl aber eher kein Problem mit ihrer Figur zu haben. 
Beneidenswert. Nun wird auch noch mal Lambi zu den Eltern von Mandy befragt und als Abschluss tanzen Mandys Mutter und der „Checker“ einen Disco Fox. 

Bewertung: 22 von 30 Punkten.
Jetzt ist der „Checker“ an der Reihe. Sein Proll-Image unterstreicht er mit seinem Auftritt im Proll-Outfit und Gefährt. Gemeinsam mit seiner Tante geht er einkaufen. Natascha Ochsenknecht vertritt nun ihren Sohn, da dieser bei Aufnahmen in Hamburg ist. Und Mandy muss ihr Boxtalent Hagen Stoll beweisen.
Thomas 'Der Checker' Karaoglan (c) Foto: VOX/Andreas Friese/P185
Menü von Thomas "Der Checker" Karaoglan mit Taniye Karaoglan: 
Vorspeise: Erzincan Corbasi (Suppe m. Hackbällchen, Joghurt, Faden-Nudeln &
Kichererbsen)
Hauptspeise: Kutle (gefüllte Grießteigtaschen mit einer Hackfleischwürzmischung)
Nachspeise: Grießpudding-Zimt-Törtchen mit frischen Erdbeeren


Die Wohnung von Thomas, dem „Checker“, ist ziemlich grauenhaft. Sehr kalt eingerichtet und zudem hängen überall Poster mit ihm drauf an der Wand. Zuerst liest er ein paar mäßig witzige „deine Mudder“-Sprüche vor.  Währenddessen werken die Oma und Mutter von Thomas in der Küche. Kaum ist er auch dabei wird es peinlich. Er bezeichnet die Kichererbsen als Bohnen. Nachdem er sich wie ein Pascha aufführt, fliegt er dann allerdings aus der Küche raus und schaut lieber Fernsehen. 

Irgendwann beginnt er dann aber mit der Tischdeko. Diese hat Natascha ziemlich gut eingeschätzt, da sie tatsächlich kitschig ist, aber nicht im Sinne von Lila und Glitzer.
Die Begrüßung ist kurz und schmerzlos. Hagen hat wieder das Karohemd an, Mandy ein niedliches, buntes Kleid, Natascha Ochsenknecht eine Leggings aus Leder mit einem Jeanshemd und Nieten und der „Checker“ hat eine rosa Hose sowie ein schwarzes Hemd an. Jimi kommt zur Hauptspeise und fängt sich von seiner Mutter gleich eine ein, da er getaugt sagt. Ihr Kommentar dazu: „wie die Naddel aus Österreich“.  

Bewertung: 21 von 30 Punkten. Damit gewinnen Jimi Blue und Natascha Ochsenknecht.

Fazit: Insgesamt war das perfekte Promi Dinner etwas langweilig. Sehr sympathisch sind mir Natascha und Jimi Ochsenknecht im Gedächtnis geblieben. Gerade weil ich von diesen beiden eigentlich eine ganz andere Meinung hatte. Die eigentliche Favoritin Mandy hat viele Pluspunkte durch ihre furchtbare Art mit ihrer Mutter vertan, Hagen Stoll scheint ein netter Bursche zu sein (trotzdem werde ich mir die Musik nicht anhören) und der „Checker“, tja, der hat sich noch mehr Minuspunkte zugelegt als so schon.

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